Neue Teestube – Here we come

 

Seit längerem geplant, immer wieder verschoben, doch jetzt wird es Realität: Die Teestube, der evangelische Jugendtreff, wird gemeinsam mit dem Kindergarten abgerissen, allerdings im Gegensatz zu diesem nicht wieder aufgebaut. Was nun? Die Teestube abschaffen? Nein, diese Möglichkeit stand nie zur Debatte. Seit Generationen besucht die Jugend von Veitsbronn das kleine gelbe Gebäude in der Erlenstraße, ungeachtet von Herkunft, Bildung und Religion. Eine feste Institution, wie sie in einer Welt voll Abschottung und Ausgrenzung unbedingt benötigt wird.

 

Es stand also fest, die Teestube muss erhalten werden! Nach einiger Planung und vielen Überlegungen stand auch schon ein Konzept auf den Beinen. Die unteren Räume des evangelischen Gemeindehauses sollen umgebaut werden, die Teestube in neuem Glanz erstrahlen.

 

Und so kam es. Bewaffnet mit Akkuschrauber, Spachtel und Unmengen an Tapetenlöser zog der Bautrupp am 15. Juni um Punkt 11 Uhr ins Gemeindehaus ein. Quadratmeter um  Quadratmeter wurde die, scheinbar für die Ewigkeit ausgelegte, Raufasertapete eingeweicht und mittels Spachtel abgekratzt. Bei Temperaturen, die an der 30°C Marke kratzten. Aber die Hitze tat der Motivation keinen Abbruch. Denn neben den Tapeten gab es außerdem noch drei schwere Pinnwände zu entfernen. Wer auch immer diese Wände

vor geraumer Zeit mit je sechs 20cm langen Schrauben und Dübeln in der Wand verankert hatte, hatte wohl nicht damit gerechnet, dass jemand diese schönen, Pinnboards jemals entfernen würde wollen. Uns blieb keine andere Wahl, als die Wände schlussendlich aus der Verankerung zu stemmen, da die Schrauben sich partout nicht drehen ließen. Zur Belohnung gab es mittags Pizza auf den Stufen des Rondells. Gut gelaunt und gestärkt ging der Tapetenabriss munter weiter.  Nach Stunden harter Arbeit hatten wir es geschafft. Berge von Tapeten, unzählige Schrauben und Holzverkleidungen lagen im Rondell des Gemeindehauses. Stolz blickten wir auf die Früchte unserer Arbeit, der erst Schritt zum erfolgreichen Umzug der Teestube war geschafft. An den kommenden Wochenenden wird es weiter gehen.

 

„ 3,2,1,…KABUUUUM!!!!“ Dies war das inoffizielle Motto der zweiten Teestubenumbauaktion vom 22.06.2019. „Umbauen“, das hieß dieses Mal die Küche, die Schränke und sogar die Decke im Untergeschoss des Gemeindehauses fachgerecht in Stücke zu kloppen. Nach anfänglichem Zögern und angestachelt durch Kevin, unseren Gemeindereferenten, machten sich auch die neun freiwilligen Helfer mit wachsender Zerstörungseuphorie an die Arbeit. Nachdem die Inneneinrichtung schließlich zu unseren Füßen lag, begann der mühsame Abtransport. Jetzt sieht die neue Teestube aus wie ein Rohbau.

 

 

 

 

Endspurt hieß es am 29.06.2019, als wir Jugendlichen die letzten Vorbereitungen am Rohbau des Kellers des Gemeindehauses trafen, bevor die erfahrenen Hasen, auch Handwerker genannt, uns jungen Laien die Arbeit abnehmen. Eine besondere Herausforderung stellte hier die Beleuchtung dar. Jeder, der schon einmal Kacheln von der Wand gehauen oder Türrahmen ausgebaut hat, weiß, dass dies mit Licht deutlich leichter von statten geht. Doch dank Baustrahlern und

unseren jungen Augen bewerkstelligten wir diese Arbeit auch ohne Strom und elektrisches Licht. Nach harter Arbeit, Pizza und noch mehr harter Arbeit betrachteten wir voller Stolz den dunklen, kahlen Keller des Gemeindehauses. Noch während wir so unser Werk bestaunten, ging unsere Fantasie hinsichtlich Wandfarbe, Einrichtung und Einweihungsfeier mit uns durch. Eine weiße Leinwand für alles, was da kommen mag.

Andreas Lenhart,

 Felix Zschörnig und Hanne Schilmeier

 

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