Die Liebe ist stärker als der Tod

Materialien zur Osternacht

Autor Rudolf Scheller

Text zu Josef und Genesis 50:20

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„Ihr gedachtet es böse zu machen,

Gott aber hat Gutes daraus gemacht.“

Ich erzähle euch von Josef.

Josef ist eines von 13 Kindern,

er hat 11 Brüder und eine Schwester.

Josef, der Lieblingssohn seines Vaters

wird auch der Träumer genannt.

Als Kind träumt er,

dass sich seine Geschwister und seine Eltern vor ihm verneigen.

Er prahlt mit seinen Träumen.

Kein Wunder, dass seine Brüder eifersüchtig werden.

In einem günstigen Moment

verkaufen sie Josef als Sklaven an eine Karawane,

die nach Ägypten unterwegs ist.

Dem Vater gegenüber täuschen sie seinen Tod vor.

Josef lebt nun in Ägypten,

durch seine Gabe als Traumdeuter

wird er der zweite Mann am Hof des Pharao

und bewahrt das Volk der Ägypter

und die ganze Gegend davor,

in einer jahrelangen Hungersnot zugrunde zu gehen.

Schließlich kommen auch seine Brüder, um Getreide zu kaufen.

Bei einem dieser Besuche

gibt sich der Herrscher als ihr Bruder Josef zu erkennen,

lässt die ganze Sippe nach Ägypten holen

und versorgt sie dort.

Nach dem Tod des Vaters

kommt es zu einer endgültigen Aussöhnung zwischen den Geschwistern.

Dabei sagt Josef:

euren Plan, mir Böses zu tun,

hat Gott dazu benutzt,

uns alle zu retten.

Gott kann krumme Wege nutzen,

um Segen daraus entstehen zu lassen.

Öfters heißt es:

„Zu allem, was Josef tat: Dazu gab der Herr Glück!“

Dieser Segen und diese Liebe gilt,

und Josef hält daran fest!

Auch im Brunnen der Todesangst.

Auch in den Jahren im Gefängnis.

„Zu allem, was Josef tat: Dazu gab der Herr Glück!“

Drei Mal wird Josef befördert:

Bei Potifar, beim Gefängnis-Aufseher,

und schließlich gar beim Pharao.

Auch wir dürfen es darum festhalten, ganz fest:

„Zu allem, was wir tun, will Gott, der Herr, Sein Glück geben!“

Die Erfahrung von Josef ermutigt dazu:

„Ihr gedachtet, es böse mit mir zu machen,

aber Gott gedachte, es gut zu machen!

DIE LIEBE SIEGT!

Um’s Glück „von Gott her“ können wir immer wieder bitten

und Gott schon „vorher“ im Vertrauen loben

und Ihm Danke sagen für jedes Glück „von Ihm her“.

Für die Güte Gottes gilt das Gleiche:

Gott darum bitten und im Vertrauen zu Ihm

bereits im Vorfeld Gott loben und Danke sagen:

Dass alles „gut“ wird, „gut“ im Sinne Gottes!

Dass Gottes Güte uns hindurch-trägt und fest-hält!

Auch, wenn manches aussichts-los erscheint!

Es kommt irgendwann die Freiheit!

Es ist und bleibt ein Geheimnis,

niemand kann es kontrollieren, erzwingen oder selbst machen.

Doch was wir können, sollen wir wagen: Vertrauen!

Dass Gott die Kraft zum Aushalten gibt!

Dass Gott immer wieder zwischen-durch,

und vor allem ganz grandios am Ende

Sein Glück schenkt! Das Gelingen von Ihm her. Die Versöhnung.

Und den Aufbruch ins Freie und Leichte und Frohe und Glückliche!

„Gott gedachte, es gut zu machen!“ Und Gott gedenkt immer noch,

bis zum heutigen Tag, „es gut zu machen!“

Sein Gut-Sein, Seine Güte, reicht, soweit der Himmel ist!

Und „zum Glück“ auch Seine Liebe!

DIE LIEBE IST STÄRKER ALS DER TOD!

Wir singen: Es ist die Liebe die mich festhält, es ist die Gnade, die mich trägt!

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