Vadder unser (wie man unschwer bemerkt: auf Fränkisch)

Vadder unser Vadder unser Vadder, dort drobm im Himml, dass mir Vadder zu dir soong derfn, is wos Bso`nders, da drüber freia mir uns fei gscheid, des soll obber kaner ausnützn, dein Noama solln alle in Ehrn haldn

dei Reich soll kumma und ned ans vo denna Reiche die mit Gwald gschaffn wern.

Dei Willn und dei Gerechtigkeit solln si im Himml und af der Erdn durchsedzn.

Gib uns suvill Brot, das mir davo lebn könna, a Morgn nu,

und vergeb uns unsere Sündn, wu mir DIR und unseren Nachbern wos schuldig bliem sin,

odder wu mir ahn wos ohdo hamm.

Mir vergebm a an jedn, der uns wos schuldig bliem is oder der uns wos ohdo had.

Und lass uns ned wu neikumma, wu mir zweifln odder irr wern an DIR, wall DIR ghört alles,

DU bist die Kraft und die Herrlichkeit für immer in Ewichkeit. Amen.

 

Ärbertn und betn

Tu ned bloß ärberdn, sondern tu a betn, dasd a merksd und waßd,

dasd ned bloß zum Ärbertn und Geld verdiena af dera Welt bist.

In Toch über sollst ärberdn, obber a Veschberla, a Pause, sollst a machn

und dabei drohdenggn, dasd alles wos du ärberst

und zsamm bringst in dein Lebm, das des vo Gott kummt.

Und horch ruhich amoll in dir nei, tuti besinna und denk nach,

und tu ned bloß zammraffn und hetzn,

Sei dankboar für alles wosd scho gschafft hast.

Und denk immer droh, wos werkli wichti is im Lebm,

nämli das di an Gott hälst und dich a über Kleinichkeitn freist,

dasd bescheidn lebst und Barmherzig bist gegenüber.den Menschn

um dich rum.

Ja, und so sollerst DU eigentli jedn Toch lebm

nämli betn und ärbertn – wall des die richtige Mischung is für dei Lebm.

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