Weltkugel vor der Heilig Geist Kirche

    Gestern wurde die Weltkugel vor unserer Kirche eingeweiht. Sie steht für die Partnerschaft mit dem Sozialzentrum Casa Mateus. Sie hat eine lange Historie: 1980 kaufte die Kirchengemeinde in Santo Andre, einer Millionenstadt im Süden von Sao Paulo ein Grundstück mit einem kleinen Haus mitten in den Favela-Hütten des Stadtteiles Mauà, eine halbe Stunde südlich gelegen. Die Kirche zog in die Favela, weil die Menschen nicht zur Kirche kommen konnten.

Susanne Schwanfelder erlebte diesen Prozess gerade mit als sie in Sao Paulo lebte. Wieder zurück in Deutschland, suche die Grundschule in Veitsbronn ein Sozialprojekt. Casa Mateus war genau das richtige Projekt. In der Grundschule wurde jedes Jahr ein toller Fastenbasar veranstaltet und stets viele tausend Euro sammelte. Die gingen dann in unsicheren Zeiten mit Firmenkuriere nach Brasilien.kleinCasaMateusGodi ( 4)

Die Pfarrer von Santo Andre haben uns im Laufe der Zeit alle besucht und von ihrer Arbeit berichtet. Es war ein sehr reger Austausch.

21 Jahre später entschied sich die Schule für ein anderes Sozialprojekt. Dieser Bruch war für die Casa Mateus schmerzlich, weil sie (eigentlich immer) große finanzielle Sorgen hatte. Zwar unterstützt auch die Kommune die Arbeit, aber die Geldzuweisungen erfolgten sehr unzuverlässig, die Förder-Bestimmungen ändern sich oft.

Dann bildete sich in Obermichelbach eine kleine Arbeitsgruppe, die die Partnerschaft zwischen den beiden Kirchengemeinden neu knüpfte. Vor kurzem besuchte uns der jetzige Pfarrer von Santo Andre, Carlos Musskopf zusammen mit einem hoch karätigen Jugendorchester. Diese gaben in unserer Kirche ein bewegendes Konzert. Die Partnerschaft wurde dabei vertieft. So hat das Ende zu einer ganz anderen, neuen Arbeit geführt. Sie gibt den Mitarbeitern der Kirchengemeinde und des Sozialzentrums viel Kraft und Mut gegen die großen sozialen Probleme anzugehen und Familien aus dem Elend zu holen. Unterschätzen wir nie die Hoffnung, die durch diesen Partnerschaften geschenkt wird. Unsere Geschwister in Maua brauchen sie dringend.

Nun stehen wir alle vor der Weltkugel. Warum haben wir die Kugel gemacht? Wir wollten die Partnerschaft mit dem Sozialzentrum an der Kirche für alle sichtbar machen. Das ganze Jahr über soll sie im Blick bleiben, uns motivieren und erinnern, dass unsere Partner in Mauà mit uns verbunden sind und wir sie im Blick haben. Sie zeigt die goldene Menschenkette, die über die Erde zieht, konkret von Obermichelbach nach Sao Paulo und weiter wieder bis hierher. Wir haben in unterschiedlicher Weise daran gearbeitet und jede Form der Gestaltung fand ihren Platz. Verschiedene Talente, verschiedene Arbeitsweisen und Vorstellungen haben sich zu einem wunderschönen Ganzen gefügt. Und so soll es hin und her gehen zwischen Sao Paulo und Obermichelbach. Wir wünschen uns die Unterstützung vieler, damit das Zentrum weiter für die Benachteiligten da sein kann.

Wir brauchen sichtbare Zeichen für das, was wir tun – deshalb steht nun die Partnerschaftskugel hier für alle sichtbar.

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1 Kommentar zu Weltkugel vor der Heilig Geist Kirche

  1. Gabriele Brand-Hartwich // 7. September 2016 um 19:26 // Antworten

    Eine sehr schöne Weltkugel! Aus welchem Material besteht sie?
    Für eine Antwort wäre ich dankbar!
    Mit freundlichen Grüßen G. Brand-Hartwich

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